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Gipfeltreffen von Aldi, Lidl, Rewe und Edeka im Kanzleramt

Der Übergang von Dumpingpreisen zu Sonderangeboten im Lebensmittelhandel ist fließend. Auf rund 160 Milliarden Euro veranschlagt das EHI Retail Institute den Gesamtumsatz des Lebensmittelhandels in Deutschland, wovon fast 74 Milliarden Euro durch Discounter erzielt werden.

Den ständigen Protesten der Landwirte mit ihren Trecker-Demos offenbar überdrüssig, lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit Bundesagrarministerin Julia Klöckner sowie Wirtschaftsminister Peter Altmeier nun die Spitzenvertreter der Branche zu einem Gespräch über Themen wie „Lebensmitteldumping“ sowie „unlauteren Handelsbedingungen“ am Montag, den 3.Februar nach Berlin ins Kanzleramt…

Rechtsweg ausgeschlossen?
Angesichts der Drohkulisse den Geschäftspraktiken der Handelsketten politisch mit rechtlichen Maßnahmen beizukommen, löste vorab bereits erste Meinungsäußerungen aus. So zitiert der Spiegel unter anderem Josef Sanktjohanser, den Präsidenten des Handelsverband Deutschland, der der Ansicht ist, einigen Politikern sei „der ordnungspolitische Kompass verloren gegangen, der die Vorteile der sozialen Marktwirtschaft und das Ziel, Wohlstand für alle zu schaffen, in den Mittelpunkt stellt.

Das Onlineportal Chip365 indes zitiert Joachim Rukwied, den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, der in einem Beitrag zu dem Treffen in Berlin anlässlich einer Werbekampagne von Edeka Minden-Hannover mit dem Claim „Essen hat einen Preis verdient: den niedrigsten“, nichts geringeres als eine Prüfung des Bundeskartellamtes fordert, ob die Kette ihre „Marktmacht“ missbrauche…

Text und Bild: Redaktion Delinale.de

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