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TV-Magazin Monitor über den neuen „Real“-Lohn bei Real

Das ARD-Magazin Monitor berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die finanziellen Einbußen von Mitarbeitern bei Neueinstellungen bei der Handelskette Real. Das zum Handelsriesen Metro gehörende Unternehmen hatte zum Juni den bisher gültigen Tarif mit der Gewerkschaft Verdi aufgekündigt und sich mit der deutlich kleineren Gewerkschaft DHW, welche dem Christlichen Gewerkschaftsbund Deutschland (CGB) angeschlossen ist, auf einen neuen Tarifvertrag verständigt.

Dieser sieht für Neubeschäftigte drastisch niedrigere Löhne vor, die insbesondere Teilzeitbeschäftigte geradewegs in die Armutsfalle führen. So bekommt eine Mitarbeiterin für eine Wochenarbeitszeit von 21 Stunden anstatt eines Bruttolohns von ursprünglich 1.444 Euro, künftig nur noch 997 Euro für die gleiche Tätigkeit wie zuvor.

Zu Wort kommen Sozialforscher und Betriebsrätinnen, aber auch betroffene Mitarbeiter. Ebenso wenig fehlt der Hinweis, dass im Jahr 2000, die bis dahin gültige Regelung von allgemeinverbindlichen Tarifverträgen im Einzelhandel seitens der Arbeitgeberverbände aufgekündigt wurden.

Auch wenn Mitarbeiter mit Altverträgen bislang noch nicht von dem neuen Tarifvertrag betroffen sind, werden in dem TV-Bericht die politischen Folgen dieser Unternehmenspolitik angesprochen und aufgezeigt. Sind es doch die Beschäftigen im Niedriglohnsektor, die sich als Wähler zunehmend  mit der Vertrauensfrage beschäftigen, wie es sein kann, „dass so viele Menschen im Land sozial immer weiter abgehängt werden, obwohl es dem Land wirtschaftlich doch so gut geht?“

Für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 berichtet die Metro AG für die Unternehmenstochter Real in ersten neun Monaten einen Umsatz von 5,4 Mrd. Euro und einen bereinigten Verlust von 7 Millionen Euro vor Steuern und Abschreibungen.

Im direkten Vergleich von Löhnen für Mitarbeiter und Vergütungen für die Unternehmensleitung zeigen sich deutliche Unterschiede. Laut des Geschäftsbericht 2016/2017 des Unternehmens  erhielt Olaf Koch, der Vorstandsvorsitzende der Metro AG,  im zurückliegenden Geschäftsjahr für seine Tätigkeiten eine Vergütung von 8 Million Euro,  Finanzvorstand Christian Baier 4 Millionen Euro, C.O.O. Pieter C. Boone 6 Millionen Euro sowie der Arbeitsdirektor Heiko Hutmacher 6.1 Millionen Euro.

Aufgrund des Berichts von Monitor hat sich das Unternehmen zudem zur Veröffentlichung einer Pressemitteilung durchgerungen, in der einleitend heißt: „Da sowohl die Ankündigung, als auch die Fragestellung keine ausgewogene Berichterstattung vermuten lässt, in der die Argumente von real in angemessener Weise im Bericht berücksichtigt werden, stellen wir auf diesem Weg den gesamten Antworttext an die Monitor-Redaktion zur Verfügung.“

Erwähnenswert ist zudem noch die aktuelle Meldung der Metro AG anlässlich zum Tag der Wohltätigkeit…

 

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