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Leibgerichte mit Geschichte(n)

Lieblingsgerichte sind ein globales Phänomen, egal wo man gerade ist. Verbunden mit Erinnerungen und der unerschütterlichen Gewissheit, warum es gerade diese Speise ist, die einem mehr bedeutet als ein sättigendes Etwas mit dem man üblicherweise dem Hunger entgegenwirkt.

So ziemlich jeder und jede hat so ein Gericht. Fürs SZ-Magazin hat die Autorin Miriam Dahlinger nun vier kulinarische Portraits verfasst, die deutlich darüber hinausgehen, warum einem selbst in der Kindheit der Karamellpudding von Tante Mia so gut geschmeckt hat.

Es sind sehr persönliche Geschichten über Zeitgenossen, die Regime und Diktaturen hinter sich lassen konnten und nun im Exil jene Gerichte kochen, die ihnen etwas bedeuten. Daher geht es in dem Artikel auch weniger um raffinierte Rezepte, Texturen und Aroma-Nuancen, sondern um die biografische Verknüpfung von Leib- und Magenspeisen und den damit verbundenen, durchaus harschen Erlebnissen der vier Exilanten.

Ein lesenswerter Beitrag jenseits üblicher kulinarischer Reportagen, der doch mit interessanten Begebenheiten rund um das Thema Kochen sowie Zubereitung und Zutaten aufwartet. So gehaltvoll, dass, sollte man in den Genuss von Gerichten wie Chechebsa, geschmolzenen Şor-Käse, Mapo-Tofu oder Salat Olivier kommen, sich an die Geschichten von Fatuma Nurye Yimam, Doğan Akhanlıi, Liao Yiwu und Olga Romanova wird erinnern können…

Text: Manfred Tari
Bild: Dogan Akhanli – Eritmesi – Geschmolzener Şor-Käse, ein Gericht lediglich bestehend aus Butter, Wasser & Käse

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